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Breitbandversorgung in Dörnach, Gniebel und Rübgarten
- Ein Licht am Ende des Tunnels



Wie mehrfach berichtet bemüht sich die Gemeindeverwaltung schon seit Jahren um schnellere Internetanschlüsse in unseren Ortsteilen. Im vergangenen Sommer wurde extra dafür eine knapp fünf Kilometer lange Glasfaserleitung verlegt. Die Baukosten von rund 300.000 € wurden zu 2/3 von Bund und Land bezuschusst.

Als langwieriger Prozess erwies sich (wie befürchtet) die wettbewerbs- und subventionsrechtlich korrekte Ausschreibung des Netzbetriebs. Mit Unterzeichnung eines Kooperations- und Netzbetriebsvertrags mit der Deutschen Telekom Anfang Mai ist nun aber die wichtigste Etappe auf dem Weg ans Ziel erfolgreich zurückgelegt.

Allerdings wird die technische Umsetzung nach Angaben der Telekom noch bis zu 12 Monate in Anspruch nehmen. Zum einen bedarf es wohl einer gewissen systemtechnischen Vorlaufzeit. Zum anderen sind die personellen Ausbaukapazitäten auf Grund der großen Vielzahl an landesweit noch ausstehenden Umstellungsprojekten ausgelastet. Eine kurzfristigere Umsetzung konnte deshalb vertraglich nicht zugesichert werden.

Auch wenn die Internetnutzer aus unseren Ortsteilen immer noch auf eine längere Geduldsprobe gestellt werden, ist damit ein Licht am Ende des Tunnels in Sicht. Zudem jetzt endlich auch Klarheit besteht, welcher Netzbetreiber den Ausbau bewerkstelligen wird. Kunden der Telekom werden dann unmittelbar nach dem Ausbau über schnellere Leitungen verfügen können. Für alle anderen Internetprovider und Diensteanbieter gelten die Gesetze der Regulierung. Nach denen ist die Telekom zwar verpflichtet, auch ihren Konkurrenten Zugang zum aufgerüsteten Netz zu geben – aber nicht zu jedem Preis. Dieser wird durch die Bundesnetzagentur regelmäßig überprüft. Wenn die konkurrierenden Provider nicht gewillt sind, diese Zugangspreise zu bezahlen, werden sie ihre Kunden weiterhin nur über die bisher vorhandene Kupferleitung versorgen – bei selber Leistung wie bisher. Wer seinen Internet-Anschluss nicht direkt über die Telekom bezieht, hat also keine Garantie, nach erfolgtem Netzausbau über schnellere Anschlüsse zu verfügen. Wenn man bedenkt, dass die Telekom trotz der vorhandenen Glasfaserleitung noch einen hohen fünfstelligen Betrag für den Aufbau neuer Schaltverteiler aufbringen muss, ist dies in gewisser Weise auch gerechtfertigt. Bei anstehenden Vertragsverlängerungen oder Providerwechseln in den nächsten 12 Monaten sollte diese Situation bedacht werden. Dazu noch ein Hinweis: in aller Regel verlängern sich Anschlussverträge um mindestens ein Jahr, wenn sie nicht 3 Monate vor Ablauf formell gekündigt werden. Selbstverständlich ist aber niemand zu einem Anbieterwechsel verpflichtet. Die Ausbauzusage der Telekom ist auch nicht an irgendwelche Bedingungen gebunden, die eine Mindestzahl von Vertragsabschlüssen vorsehen.

Auf jeden Fall sichert die Telekom in allen Ortsteilen eine gleichwertige Versorgungsqualität wie im Hauptort zu. Rechnerisch sind in allen Haushalten nach dem Ausbau mindestens 6 MBit/s im Download verfügbar. In 75 % der Hausanschlüsse sollen sogar VDSL-Geschwindigkeiten von 16 MBit/s bis 50 MBit/s möglich sein. Welche Geschwindigkeit im Einzelfall verfügbar ist, hängt von der Entfernung zu den neuen Schaltverteilern ab. Diese werden dort installiert, wo sich die Ortsnetze verzweigen und die Glasfasertrasse endet: in Dörnach und Gniebel im südlichen Ortseingangsbereich, in Rübgarten im östlichen.

Die neue Glasfasertrasse führt auch an die Gewerbegebiete von Pliezhausen und Gniebel heran. Ob, ab wann und zu welchen Konditionen die direkte Glasfasererschließung eines Betriebs in den betreffenden Gewerbegebieten möglich ist, kann im Moment noch nicht konkret vorhergesagt werden. Die Telekom ist im Moment erst noch dabei, den Vertrieb solcher Direktanschlüsse aufzubauen. Nach Konzernangaben wird es wohl noch gut ein halbes Jahr dauern, bis die Firmenkundenberater nähere Informationen liefern können.

Über das weitere Verfahren wird im Amtsblatt wieder berichtet.