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Öffentlicher Defibrillator für Otwin Brucker Schulzentrum, Gemeinde- und Sporthalle


Bürgermeister Christof Dold freut sich über den AED (= Automatisierter Externer Defibrillator) der neuesten Generation.



Das Gerät befindet sich auf dem Schulgelände unter der Überdachung des Podestes vor dem Eingang zum Lehrschwimmbad und ist somit für das Schulzentrum sowie Besucher von Veranstaltungen in der Gemeindehalle und der Sporthalle zugänglich. Der Defibrillator ist in einem Wandkasten angebracht, der im Notfall leicht geöffnet werden kann. Aus Sicherheitsgründen hängt der Wandkasten im Einsichtsbereich der auf dem Schulgelände angebrachten Überwachungskameras.

Noch immer gilt der plötzliche Herztod als Todesursache Nummer eins. In Europa erleiden rund 700.000 Menschen jährlich einen plötzlichen Herzstillstand - ca. 50.000 davon allein in Deutschland. Ausgelöst wird der plötzliche Herzstillstand durch eine unerwartet auftretende Fehlfunktion des Herzens. Selten gibt es einen nachweisbaren Auslöser dafür. In der Mehrzahl der Fälle führt ein sogenanntes Kammerflimmern dazu, dass das Herz nicht mehr schlägt wie es soll, es pumpt kein Blut mehr in die Organe. Sofern nicht sofort geholfen wird, führt das in der Regel zum Tod, denn oft genug ist der Rettungswagen selbst bei sofortiger Alarmierung nicht schnell genug vor Ort.

Die Überlebenschance hängt an wenigen Minuten. Denn das Gehirn beginnt bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand bereits nach nur 3 bis5 Minuten ohne Blutfluss unwiederbringlich zu sterben.

Moderne Ersthelfer-Defibrillatoren können hier Leben retten: Sie sind speziell für die Anwendung durch Laien konzipiert und unterstützen die Laienreanimation durch akustische und optische Signale sowie gesprochene Anweisungen. Die Anwendung ist problemlos ohne Einweisung möglich. Die kleinen und kompakten Geräte analysieren automatisch erst einmal den Herzrhythmus des Patienten; die Software „entscheidet“ dann, ob die Auslösung eines Impulses notwendig ist. Dann erst wird diese Funktion vom Gerät „freigeschaltet“, der Ersthelfer kann den lebensrettenden Impuls auslösen. Das nimmt Ersthelfern auch die Angst, etwas falsch zu machen – denn falsch wäre in diesem Falle nur das Nichtstun: Mit jeder Minute, die verstreicht, ohne dass im Falle eines plötzlichen Herzstillstandes defibrilliert wird, sinkt die Chance auf eine erfolgreiche Wiederbelebung um sieben bis zehn Prozent.

Der Defibrillator kann von allen Personen im Bedarfsfalle entnommen werden. Durch die sprachgesteuerte Ansage, die das Gerät bei der Anwendung gibt, kann jeder Ersthelfer zum Lebensretter werden.

Für Interessierte bietet der DRK-Ortsverein Pliezhausen vom Hersteller des Gerätes autorisierte Einweisungen in den Defibrillator und dessen Anwendung an.